23. April 2012 12:26 Uhr

Neue Theorie zum Aussterben der Ammoniten

Ammoniten waren meeresschneckenartige Tiere, die vor rund 400 Millionen Jahren zum ersten Mal auftraten. Hunderte Millionen Jahre lang überstanden sie Umweltveränderungen und andere Bedrohungen - und dann starben sie aus. Warum, ist bis heute umstritten. Wissenschaftler der Universität Zürich haben nun eine neue Theorie dazu: Sie schreiben im Fachblatt "Evolution", die Nachkommen der Ammoniten seien im Laufe der Zeit immer kleiner geworden, dafür aber immer mehr. Das habe dazu geführt, dass sich die Tiere nach großen Massensterben rasch wieder ausgebreitet hätten.

In der Kreidezeit aber, also vor rund 80 Millionen Jahren, scheint diese einst erfolgreiche Reproduktionsstrategie nicht mehr funktioniert zu haben, die Ammoniten starben aus. Bis heute überlebten den Forschern zufolge nur Verwandte der Schalentiere, die Nautiliden. Sie zeichneten sich durch große Jungtiere und eine geringe Nachwuchsanzahl aus, führen also eine genau entgegengesetzte Strategie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)