23. April 2012 13:23 Uhr
Besonders spritsparend waren Raketen der NASA noch nie.
Immerhin kümmert sich die US-amerikanische Weltraumagentur um umweltfreundlichere Antriebsmöglichkeiten. In einem Zehn-Millionen-Dollar-Forschungsprojekt sollen Wissenschaftler jetzt Biosprit aus Abwasser von Klärwerken gewinnen. Dabei wird das Klärwasser in Plastiksäcke gefüllt. Dort wirkt es wie Dünger in einem Gewächshaus und fördert das Algenwachstum. Die Pflanzen können dann wiederum zu Biosprit weiterverarbeitet werden, zum Beispiel für Raketenantriebe.
In einem ersten Szenario wären fünf Quadratkilometer Kunststofffläche notwendig, um pro Jahr knapp neun Millionen Liter Öl zu produzieren.
Allerdings muss erst noch bewiesen werden, ob die Technik mindestens gleich gut funktioniert, wie ältere Verfahren ohne die Plastiksäcke. Zudem würde es bei der Spritgewinnung im großen Stil ein anderes Umweltproblem geben: Die Plastiksäcke werden nach der Algenernte nutzlos und landen auf dem Müll.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)