23. April 2012 16:27 Uhr

Wissenschaftler fordern Fischereiverbot im Nordpolarmeer

Nicht alles, was möglich ist, ist auch eine gute Idee. Das meinen mehr als 2.000 Wissenschaftler, die einen offenen Brief an die Anrainerstaaten des Nordpolarmeers geschrieben haben. Darin fordern sie, die Fischerei dort zu verbieten - jedenfalls so lange, bis ausreichende Erkenntnisse über die Folgen des Fischfangs für das Ökosystem vorliegen.

Veröffentlicht wurde der Brief von der Umweltorganisation PEW bei einer Konferenz im kanadischen Montreal. Die Forscher aus 67 Staaten schreiben, es sei noch nicht genau bekannt, wie groß und gesund die Fischbestände im Nordpolarmeer seien. Sie bildeten zudem die Lebensgrundlage für dort lebende Tiere wie Wale, Eisbären und Robben. - Das Nordpolarmeer grenzt an Alaska, Grönland, Kanada, Island, Norwegen und Russland. Weil die Eisdecke der Arktis schmilzt, bestehen inzwischen große Teile aus offenem Wasser. Deshalb wird damit gerechnet, dass dort bald kommerzieller Fischfang stattfinden wird.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)