24. April 2012 06:03 Uhr
Empirische Forschung ist häufig eine Einbahnstraße: Menschen werden befragt, doch was der Wissenschaftler am Ende herausfindet, erfahren sie nie. Soziologen in Philadelphia sind jetzt einen anderen Weg gegangen. Sie wollten Strategien zur Gewaltprävention für die amerikanische Stadt entwickeln und haben die Betroffenen in den Vierteln direkt mitarbeiten lassen. Die Bürger sollten nicht nur angeben, welche Probleme es gibt. Viele wirkten später auch an der Vermittlung der Ergebnisse mit.
Herausgekommen sind dabei die beiden Zeichentrick-Figuren Briana und Damon, deren Dialoge von Jugendlichen aus der Stadt synchronisiert wurden. Sie tragen typische Kleidung, die die Teilnehmer der Studie als besonders cool ansahen und finden sich natürlich auf Facebook wieder. Ihre Mission: Widerstehe dem Druck der Gruppe, bleib ruhig, streng dich an und such dir Vorbilder.
Über das Projekt berichtet die Fachzeitschrift "American Journal of Community Psychology".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)