24. April 2012 08:51 Uhr

Vielfalt hilft Säugetierfamilien, sich an den Klimawandel anzupassen

Ihre beste Waffe ist die Vielfalt. Forscher haben untersucht, wie sich Säugetiere in Nordamerika während der Erdgeschichte an den Klimawandel angepasst haben. Sie analysierten, wie sich Familien von Tieren entwickelten. Dazu nahmen sie zum Beispiel die Familie Leporidae, zu der Hasen und Kaninchen gehören, und die Familie Equidae, also Pferde und Esel. Die Forscher schreiben im Fachmagazin "PLoS ONE", dass sich die Verbreitung einer Familie trotz verschiedener Klimaschwankungen kaum veränderte. Allerdings galt: Je diverser eine Familie war, desto stabiler war sie auch. Das liege daran, dass verschiedene Arten andere Nischen ausfüllten. Diese Vielfalt begünstige eine weite Verbreitung - auch während eines Klimawandels.

Die Forscher weisen darauf hin, dass in den letzten 400 Jahren viele Säugetierarten ausgestorben sind. Die Diversität der Familien nehme also ab, was schlecht für ihre Chancen bei einem erneuten Klimawandel sei.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)