24. April 2012 07:52 Uhr
Aus Asterix wird ein Skinhead, Bart Simpson bekommt Springerstiefel verpasst. Comics sind beliebte Ausdrucksformen von Rechtsextremen. In der "Frankfurter Rundschau" sagt Comic-Experte und Kommunikationswissenschaftler Ralf Palandt, martialische Szenen prägten sich schneller ins Gedächtnis ein. Wenn rechte Rockmusik die Einstiegsdroge in das Gedankengut sei, werde dieses durch rechte Comics erheblich bestärkt. Als Beispiel wird auch das Bekennervideo der rechtsextremen Terrorgruppe aus Zwickau angeführt. Darin werden Bilder des rosaroten Panthers verwendet. Laut Palandt benutzen Rechtsextreme beliebte Comicfiguren, um in der Mitte der Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Dabei banalisierten Donald Duck und Biene Maja die Gefahren für die Demokratie.
Allerdings gebe es auch Bildergeschichten von Opfern und Gegnern des Nationalsozialismus. Dazu gehört etwa der Comicroman des Franzosen Pascal Croci, der den Alltag im Konzentrationslager Auschwitz beschreibt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)