24. April 2012 09:21 Uhr
Wir schauen auf das Tier, das unangefochten auf Platz eins unseres Tagesthemas "Tierversuche" steht und sich somit auch für die Rubrik "Wortschatz" qualifiziert hat. Die Maus. Wenn etwas unabänderlich ist, sozusagen "nichts dagegen zu machen ist", dann "beißt die Maus keinen Faden ab". Doch woher kommt diese Redewendung?
Für die Entstehung bieten sich laut Duden mehrere Erklärungen an. In der Fabel "Der Löwe und das Mäuschen" zerbeißt die Maus das Netz, in dem der Löwe gefangen ist und rettet ihm so das Leben.
Ein anderer Ansatz: Ein alter Volksglaube besagt, dass man im Frühjahr keine Winterarbeit verrichten, also auch nicht mehr spinnen soll. Den Frauen, die das trotzdem tun, beißen die Mäuse den Spinnfaden durch. Nur wer sich an den Brauch hält, dem "beißt die Maus keinen Faden ab".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)