24. April 2012 10:01 Uhr

"taz" schreibt über Tierquälerei an großer deutscher Tierversuchsanlage

In einem großen deutschen Forschungszentrum soll es gravierende Verstöße gegen Tierschutzvorschriften gegeben haben. Das belegen laut der Zeitung "taz" Kontrollberichte des Berliner Landesamts für Gesundheit und Soziales. Im Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin seien Versuchstiere verhungert, verletzte Mäuse hätten tagelang gelitten und die Käfige seien teilweise zu klein, zu dicht besetzt und mit zu wenig Beschäftigungsmaterial ausgestattet. Eine Sprecherin der Anlage habe von bedauernswerten Einzelfällen gesprochen.

Edmund Haferbeck, Berater der Tierschutzorganisation Peta, sieht die Sache laut "taz" anders. Seiner Meinung nach gehe aus den Berichten hervor, dass die Anlage nicht bereit sei, sich an geltendes Tierschutzrecht zu halten. Es dürfe dort deshalb kein neues Tierhaus gebaut werden. Genau das plant die Forschungseinrichtung laut dem Artikel. Sie wolle die Zahl ihrer Käfige bis 2020 um knapp ein Fünftel erhöhen. Das entspreche etwa 65.000 Tieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)