24. April 2012 13:55 Uhr
Der Borkenkäfer ist kein gern gesehener Gast im Wald. Vor allem Förster fürchten die Insekten, deren hungrige Larven große Baumbestände zerstören können, indem sie sich durch die Rinde fressen. Besonders gefährlich sind die Käfer für Kiefernwälder im Süden der USA. In einem Fachjournal geben Wissenschaftler Förstern Tipps, wie sie damit umgehen können. Zunächst einmal sei es wichtig, möglichst viele verschiedene Baumarten in einem Wald stehen zu haben. Diese Arten sollten gut angepasst sein an die Bedingungen vor Ort. Außerdem müsse man Platz schaffen zwischen den befallen Bäumen. So entstehe erstens eine komplexe Umwelt, in der es den Insekten schwerer falle, geeignete Wirts-Bäume zu finden. Außerdem werde ihre Fortpflanzung gestört, weil sie die Botenstoffe anderer Käfer schlechter wahrnehmen könnten.
Weltweit gibt es mehr als 4.000 verschiedene Borkenkäfer-Arten. Davon leben allein 154 in Deutschland. Sie tragen so hübsche Namen wie "Buchdrucker", "Kupferstecher" oder "kleiner Waldgärtner.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)