24. April 2012 15:56 Uhr

Fledermäuse sollen Menschen mit gefährlichen Krankheiten infiziert haben

Wem verdankt der Mensch Masern und Mumps? Den Fledermäusen! Sie sollen die entscheidenden Viren übertragen haben. Das glaubt zumindest ein Virologe aus Bonn. Mit einem internationalen Forscherteam hatte er untersucht, welche Erreger auf den Tieren zu finden sind und stieß auf mehr als 60 neue Paramyxoviren. Das sind Viren, die unter anderem Lungenentzündungen, Erkältungen und Grippe hervorrufen können. Die Wissenschaftler vermuten im Magazin "Nature Communications", dass es schwieriger werden könnte als bislang angenommen, Krankheiten dauerhaft zu bekämpfen: Die entsprechenden Viren könnten bei den Fledermäusen überleben und nach einer Impfkampagne zurückkehren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)