25. April 2012 07:52 Uhr
Sie profitiert von der Klimaerwärmung. Für die asiatische Tigermücke sind die steigenden Temperaturen anscheinend erfreulich. Ihr Lebensraum wird größer. Wie Forscher der Universität Liverpool herausfanden, könnten wärmere Winter und häufigere Niederschläge dazu führen, dass mehr Tigermücken in Nordwesteuropa überleben. Das wiederum wäre schlecht für den Menschen. Denn die Tigermücke verpasst uns nicht nur juckende Stiche, sie überträgt auch Krankheiten wie das Dengue-Fieber.
Die Direktorin des Berliner Instituts für Tropenmedizin, Gundel Harms-Zwingenberger, sieht für die Menschen in Deutschland dennoch keinen Grund zur Sorge. Die Mücken bräuchten immer auch eine Infektionsquelle, um Erreger übertragen zu können, und die gebe es hierzulande derzeit kaum.
Die Tigermücke hat weiße Streifen auf Beinen und Rücken und stammt ursprünglich aus Südostasien. Über Eier und Larven in gebrauchten Autoreifen oder Schnittblumen ist sie auch in andere Regionen der Welt gelangt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)