25. April 2012 08:56 Uhr
Ältere Menschen schlafen nachts oft schlechter als in jungen Jahren und sind tagsüber schläfrig. Warum das so ist, haben Wissenschaftler des Medizin-Zentrums der niederländischen Leiden-Universität an Mäusen untersucht. Die Tiere haben, was das Schlafen angeht, ähnliche Probleme wie Senioren. Im Fokus der Studie, über die die Forscher im "Journal of Neuroscience" berichten, steht der suprachiasmatische Nukleus, kurz SCN. Er regelt die Schlaf-Wach-Zyklen im Gehirn. In Übereinstimmung mit früheren Versuchen zeigte sich, dass die Aktivität dieses Netzwerks bei alten Mäusen geschwächt war. Eine neue Erkenntnis sei aber, dass die einzelnen Zellen stärker verändert seien als das Netzwerk selbst. Manchen der Zellen sei der Tag-Nacht-Rhythmus abhanden gekommen. Außerdem seien bestimmte Kalium-Ströme reduziert, die für die Reizübertragung wichtig seien. Diese Erkenntnis bietet nach Ansicht der Forscher eine Chance zur Entwicklung neuer Medikamente mit dem Ziel, Senioren besser schlafen zu lassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)