25. April 2012 09:55 Uhr
Freunde und Bekannte zu haben, zahlt sich auch unter Vögeln aus. Miteinander vertraute Kohlmeisen helfen sich in der Brutzeit zum Beispiel gegenseitig, wenn sie sich bedroht fühlen. Darüber schreiben Biologen von der Universität Oxford in den "Biology Letters".
In einem universitätseigenen Waldgebiet beobachteten sie 48 Meisenpaare, von denen sich einige vertraut und andere völlig fremd waren. Dann traktierten sie einen der Nistkästen mit Stöcken. Das Ergebnis: Meisenpaare, die von vielen Bekannten umgeben waren, bekamen in drei von vier Fällen Hilfe von ihren Nachbarn, indem diese Alarmrufe ausstießen und wild hin- und herhüpften. War das bedrohte Meisenpaar hingegen fremd in der Kolonie, blieb es fast immer auf sich allein gestellt.
Nach Ansicht der Forscher beruht das Verhalten befreundeter Meisen vor allem auf Eigennutz. Die Vögel schlössen sich ihren Nachbarn an, um ihre eigene Brut besser zu schützen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)