25. April 2012 09:27 Uhr
Das deutsche Transplantationssystem ist undurchschaubar wie eine Black Box.
Das meint Eugen Brysch von der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur "dpa" forderte er eine Reform der Organisation, die für die Verteilung von Spenderorganen zuständig ist. Bei der DSO, der Deutschen Stiftung Organtransplantation, sei unklar, wer über die Verteilung - und damit über Lebenschancen entscheide. Weder Patienten noch Ärzte oder Politiker wüssten darüber Bescheid. Diese Intransparenz sei mitverantwortlich dafür, dass so viele Menschen einer Organspende skeptisch gegenüberstünden.
Der Patientenschützer forderte eine permanente staatliche Aufsicht bei der DSO. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation koordiniert alle Schritte im Organspendeprozess in Deutschland. Laut DSO warten in Deutschland 12.000 Menschen auf ein Organ.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)