25. April 2012 09:57 Uhr
Wer regelmäßig Kokain nimmt, muss damit rechnen, dass sein Gehirn schneller altert. Wie britische Forscher in dem Fachjournal "Molecular Psychiatry" berichten, schrumpft die graue Hirnmasse bei Kokainsüchtigen fast doppelt so stark wie bei nicht süchtigen Menschen gleichen Alters, Geschlechts und Bildungsstands.
Die Wissenschaftler untersuchten 120 Menschen im Alter zwischen 18 und 50 Jahren mit Hilfe der Magnetresonanztomographie. Besonders deutlich nahm die Hirnmasse von Kokainsüchtigen im Stirn- und Schläfenbereich ab. Dort liegen Regionen, die für Aufmerksamkeit, Selbstkontrolle und das Gedächtnis entscheidend sind. Nach Ansicht der Forscher könnte das erklären, warum viele Kokainsüchtige mittleren Alters kognitive Ausfälle zeigen, wie sie normalerweise erst im höheren Alter auftreten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)