25. April 2012 13:21 Uhr

Autor Stephenson: Wir brauchen mehr Visionen

Ihm fehlen kilometerhohe Türme, riesige Solarstädte und Ausflüge ins Weltall. Der Bestseller-Autor Neal Stephenson beklagt, dass es heutzutage an Visionen mangele. In einem Interview mit der Zeitschrift "Technology Review" sagte er, das Science-Fiction-Genre sei derzeit zu pessimistisch. So würden kaum noch Anreize geliefert, eine positive Zukunft zu bauen. Projekte wie die Mondlandung seien durch Science-Fiction-Visionen erst angeregt worden. Jedoch sei unsere Generation durch das Internet stehen geblieben, weil sie die Neuerung noch nicht verdaut habe. Erst wenn die Menschen herausgefunden hätten, was man mit dem Internet anfangen kann, würden auch wieder neue Utopien ersonnen.

Stephenson hat im vergangenen Jahr selbst ein Science-Fiction-Projekt gestartet. Unter anderem geht es um einen 20 Kilometer hohen Turm, mit dem Raumfahrzeuge ins All gehievt werden sollen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)