25. April 2012 13:12 Uhr
"Wir dürfen vom Menschen nicht verlangen, gänzlich selbstlos zu sein." Dieser Meinung ist der Philosoph Martin Seel. Hier bei DRadio Wissen sagte er, der Mensch genieße es, gute Taten zu vollbringen. Scheinbar selbstlose Handlungen seien also niemals rein altruistisch.
Seel bezog sich dabei auf den Unbekannten in Braunschweig, der Bedürftigen anonym Geld schenkt. Solch ein Spenden ist laut Seel eher unüblich, weil die Gönner normalerweise gern über ihre guten Taten sprächen.
Für die Beschenkten in Braunschweig gibt Seel moralische Entwarnung: Sie dürften das Geld behalten, sofern sie bedürftig seien und sich als würdig erwiesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)