25. April 2012 14:55 Uhr
Im Ausland studieren - für viele bleibt das ein Traum. Vor allem für Studenten, die selbst nicht aus einem Akademikerhaushalt kommen. Eine Mitarbeiterin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung hat in ihrer Masterarbeit herausgefunden, dass Arbeiterkinder seltener im Ausland studieren und dass sich dieser Trend zuletzt sogar noch verschärft hat.
Von 1997 bis 2006 stieg der Anteil der Akademikerkinder, die einen Teil des Studiums im Ausland verbrachten, von 14 auf 16 Prozent. Bei den Arbeiterkindern hingegen sank er etwas und lag zuletzt bei zehn Prozent.
Die Forscherin erklärt das damit, dass ein Auslandssemester die Gesamtstudienzeit häufig verlängere, etwa weil die gemachten Scheine nicht anerkannt würden. Wer ohnehin mit dem Geld kaum hinkäme, müsse sich deshalb mehr beeilen und entscheide sich gegen den Auslandsaufenthalt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)