26. April 2012 06:25 Uhr
Bei der Eisschmelze am Südpol spielt der Wind eine stärkere Rolle als bislang bekannt. Wissenschaftler des Forschungsprogramms "British Polar Survey" schreiben im Fachjournal "Nature", dass der Klimawandel die Windströme an der Antakrtis verändert hat - und diese verändern wiederum die Richtungen der Meeresströme. Dies bewirkt nach Ansicht der Forscher, dass das Schelfeis - also die großen Eis-Ebenen über dem Meer - nicht nur von den warmen Winden an der Oberfläche geschmolzen wird, sondern zunehmend auch von warmen Meeresströmungen an der Unterseite.
Die Wissenschaftler haben per Satellit über Jahre die Dicke von 54 beobachteten Schelfeisplatten dokumentiert. 20 von ihnen würden von den warmen Meeresströmungen geschmolzen. Dies führe dazu, dass auch die Gletscher an Land schneller schmölzen und der Meeresspiegel weiter steige.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)