26. April 2012 07:33 Uhr
Die Galle von Bären gilt in der traditionellen chinesischen Medizin als "flüssiges Gold". Die Substanz lässt sich inzwischen auch künstlich im Labor herstellen.
Ein Forscherteam schreibt im Fachjournal "Nature", trotzdem würden weiterhin 10.000 Bären auf Farmen für die Produktion gehalten. Man ziehe ihnen bei lebendigem Leib über eine Nadel die Galle aus dem Körper. Den Wissenschaftlern zufolge kämpft eine Tierschutzorganisation seit zehn Jahren gegen die schmerzhafte Prozedur. Jetzt bekomme sie starke öffentliche Rückendeckung im Land.
Die Forscher fordern, China solle Ersatzprodukte stärker bewerben und die Bevölkerung besser aufklären. Außerdem brauche man ein Tierschutzgesetz, mit dem man die Bären-Farmen möglicherweise sogar verbieten könne.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)