26. April 2012 07:35 Uhr

Streit in Dänemark über Qualität der Lehre an Universitäten

Früher war alles besser. In Dänemark tobt ein Streit über die Zukunft der Geisteswissenschaften. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, eine deutsche Professorin habe die Debatte ausgelöst - sie habe sich in einer Zeitung über die schlechte Qualität der Lehre in der Musikwissenschaft beklagt. Viel zu viel Stoff, und das viel zu oberflächlich.

Jetzt mehrt sich die Kritik: Universitäten verkämen zu Wirtschaftsbetrieben. In Deutschseminaren werde nur auf Englisch unterrichtet und auch Goethe werde - wenn überhaupt - nicht in Originalsprache gelesen. Und als Musikstudent müsse man nicht einmal Noten lernen. Statt in die Lehre fließe immer mehr Geld in die Verwaltung der Hochschulen, und die Verwaltung sorge laut der Kritiker dafür, dass sich die Verflachung fortsetze. Beschwerten sich Professoren, würden sie entlassen.

Gegen die deutsche Professorin wurde laut "FAZ" ein Büroarrest verhängt, inzwischen habe sie gekündigt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)