26. April 2012 09:31 Uhr
Vorsicht vor Rache im Netz. Nach Ansicht der Kriminologin Rita Steffens-Enn war die Reaktion der Hochspringerin Ariane Friedrich auf eine Beleidigungsmail vorschnell.
Friedrich hatte über Facebook eine obszöne Nachricht erhalten und daraufhin Namen und Wohnort des Absenders im Netz veröffentlicht. Damit löste sie eine Diskussion darüber aus, wie man auf persönliche Angriffe im Netz angemessen reagiert.
Die Kriminologin Steffens-Enn ist der Meinung, dass diese Diskussion längst überfällig ist. Hier bei DRadio Wissen sagte sie, für Schüler sei es ein tägliches Thema, mit Beleidigungen im Netz umzugehen.
Im Fall Friedrich gab sie Folgendes zu bedenken: Im Web sei es schwer, den wahren Urheber von Nachrichten ausfindig zu machen. Es könne ja auch sein, dass der Account des vermeintlichen Angreifers gehackt worden sei. Außerdem sei es möglich, dass die Situation im Internet außer Kontrolle gerate, schließlich habe keiner der Beteiligten in der Hand, was später darüber veröffentlicht würde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)