26. April 2012 09:54 Uhr
Für die Wahrheit ist es nie zu spät. Dieser Meinung ist Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Sie hat Historiker damit beauftragt, die NS-Vergangenheit des Ministeriums zu erforschen.
In der Zeitung "Die Zeit" sagte Leutheusser-Schnarrenberger, von den bei den Nürnberger Prozessen angeklagten Juristen hätten viele im Reichsjustizministerium gearbeitet. Das Ministerium sei im Dritten Reich gewiss kein Ort des Widerstandes gewesen. In der Nachkriegszeit habe man aber von dem Thema nichts hören wollen und keine Konsequenzen gezogen.
Leutheusser-Schnarrenberger sagte, sie werde den Historikern alle vorhandenen Akten zugänglich machen. Auch werde sie die Akten dem Bundesarchiv in Koblenz übergeben, so dass sie auch von der Öffentlichkeit eingesehen werden könnten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)