26. April 2012 11:55 Uhr
Die Vergangenheit liegt hinten, die Zukunft vorne. Kognitionswissenschaftlern zufolge verorten wir Ereignisse entsprechend auf einer horizontalen Vorne-Hinten-Achse, die jeweils aktuelle Position steht für das Jetzt. Weil sie keine Gegenbeweise fanden, erklärten die Wissenschaftler das für universell gültig.
Forscher aus Kalifornien haben jetzt ein Volk gefunden, das etwas anders denkt: das Yupno-Volk in den Bergen Papua-Neuguineas. Die Wissenschaftler analysierten die Gesten beim Erzählen von Vergangenem und Künftigem. Die Erkenntnis: Beim Sprechen über die Vergangenheit zeigten die Yupno Richtung Tal, beim Sprechen über die Zukunft dagegen Richtung Hang - egal, wo sie sich gerade befanden.
Den Wissenschaftlern zufolge könnte das auf eine Erzählung zurückzuführen sein, nach der das Volk seinen Ursprung im Tal hat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)