26. April 2012 15:40 Uhr

Sicherheitsexperte empfiehlt Schulen ein kombiniertes Sicherheits- und Kommunikationskonzept

Bei Brand evakuieren, bei Amok verbarrikadieren. Das empfiehlt Bernd Ammelung. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Amokalarm für Schulen des Zentralverbands Elektroindustrie sagte hier bei DRadio Wissen, im Ernstfall seien die angemessenen Verhaltensweisen stark von der Art der Bedrohung abhängig.

Es sei wichtig, dass Schulen über mögliche Schutzmaßnahmen nachdächten. Ersten, einigermaßen verlässlichen Zahlen zufolge gebe es an deutschen Schulen gut 2.000 Amokbedrohungsfälle pro Jahr. Hinzu kämen ungefähr 90.000 gewaltbedingte Akte und rund 600 Brandfälle.

Als Gründe für ein hohes Risiko nannte Ammelung die Schülerzahl, das soziale Umfeld und den Umgang der Schule mit dem Lehrauftrag. Die Auswahl der Schutzmaßnahmen sei aber von der individuellen Risikobetrachtung jeder Schule abhängig. In jedem Fall sei aber ein kombiniertes Sicherheits- und Kommunikationskonzept hilfreich. Es komme im Amokfall sowohl den Lehr- als auch den Einsatzkräften zugute.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)