27. April 2012 06:56 Uhr
Wenn er abtaucht, dann schaltet er von Fernlicht auf Abblendlicht. Eine Haiart die nur etwa 15 Zentimeter groß wird, leuchtet im Dunkeln, und kann das Leuchten aktiv steuern. Der Kleinaugen-Pygmäen-Hai hat einen leuchtenden Bauch. Er dreht das Licht tagsüber vor allem in Nähe der Wasseroberfläche auf. Raubfische, die unter ihm schwimmen, können so seine Silhouette schlechter erkennen. Wenn der kleine Hai wieder zu seinen Beutezügen in großer Tiefe startet, blendet er das Licht ab, um nicht aufzufallen.
Meeresbiologen der belgischen Universität Leuven haben jetzt herausgefunden, wie das funktioniert. Der Fisch leuchtet demnach die ganze Zeit gleich stark, aber über den Leuchtorganen liegen Hautzellen. Die Lichtdurchlässigkeit dieser Hautzellen kann der Hai durch das Hormon Melatonin steuern, so dass mal mehr und mal weniger Licht durchscheint. Die Studie der Meeresbiologen erschien im Journal of Experimental Biology.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)