27. April 2012 06:57 Uhr
Niedersachsen hat dank des Zwischenlagers Gorleben Erfahrung mit unpopulären Abfällen. Aber nicht nur um Atommüll wird gestritten, auch um Asbest. Bei Wunstorf lagern 170.000 Tonnen Asbestmüll, den eine Firma bis Anfang der 70er Jahre direkt auf dem Firmengelände abgelagert hat. Eigentlich sollte der Müll zu Deponien in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gebracht werden. Doch wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, ist ein Rechtsstreit darüber entbrannt, wie dieser Transport vonstatten gehen soll. Angedacht seien 7.000 LKW-Transporte, doch ein Gericht urteilte, dass eine einfache Lastwagen-Plane den Asbestschlamm nicht ausreichend sichern kann. Jetzt ist erst einmal ein Transportverbot erteilt worden. Obwohl Asbest 1993 in Deutschland verboten wurde, sterben jährlich immer noch 1.000 Menschen an Asbest-Krankheiten. Die feinen Fasern verursachen die Lungenkrankheit Asbestose und Krebs.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)