27. April 2012 07:23 Uhr

Bauern aus Südeuropa haben Skandinaviern den Ackerbau beigebracht

Hat sich nur herumgesprochen wie es geht oder musste der Lehrer selbst kommen? Das war bisher umstritten, wenn es darum ging, wie die Menschen im Norden Europas mit der Landwirtschaft anfingen. Schwedische und dänische Forscher wollen das Rätsel gelöst haben und berichten darüber im Fachjournal "Science". Sie haben das Erbgut von vier mindestens 5.000 Jahre alten Skeletten aus Schweden untersucht. Drei von ihnen waren noch Jäger und Sammler, einer schon ein Bauer. Letzteren erkannten sie offenbar an einem bestimmten Trinkbecher, der in seinem Grab lag.

Die Forscher schreiben, das Erbgut des Bauern habe sich stark von dem der Jäger unterschieden. Es glich eher dem von Südeuropäern. Im Mittelmeerraum wurden vor 11.000 Jahren die Techniken der Landwirtschaft entwickelt. Laut den Forschern sind die Erbgutunterschiede ein Beleg dafür, dass der Ackerbau tatsächlich erst nach Nordeuropa gelangt ist, als die Bauern aus dem Süden dort einwanderten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)