27. April 2012 15:38 Uhr

Riffhai-Bestände in der Nähe dicht bewohnter Inseln stark zurückgegangen

Riffhaie landen häufig als Beifang in Fischernetzen. Forscher der Universität Hawaii haben deshalb Unterwasser-Studien von 46 pazifischen Inseln und Atollen ausgewertet und Haie gezählt. Dabei stellte sich heraus, dass die Bestände an dicht bewohnten Inseln um bis zu 90 Prozent zurückgegangen sind. Der drastische Rückgang zeige sich vor allem um Hawaii, das Marianen-Archipel oder Amerikanisch-Samoa.

Mehr Riffhaie gebe es dagegen in abgelegenen Gebieten. Die Studie belegt nach Angaben der Wissenschaftler, dass der Mensch Schuld an der Veränderung ist. Zwar wirkten sich auch Veränderungen der Wasserbedingungen auf das Verhalten der Haie aus. Der Einfluss des Menschen übertreffe den der Natur aber klar.

Die Studie ist im Fachjournal "Conservation Biology" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)