28. April 2012 17:40 Uhr
Der Zeitplan der Bundesregierung für den Ausbau der Offshore-Windkraft ist Experten zufolge nicht realistisch.
Das Handelsblatt berichtet über die Zwischenbilanz der unabhängigen Beraterfirma "Trendsearch". Nach Einschätzung ihres Geschäftsführers Dirk Briese sind die bisherigen Prognosen der Windkraftbranche allesamt zu optimistisch. Die Bundesregierung rechnet bis 2020 damit, durch Windkraftprojekte in Nord- und Ostsee 10.000 Megawatt an Strom zu gewinnen. Briese geht von nur 4000 Megawatt aus.
Als Grund für ihre schlechte Prognose nennt "Trend Search" die hohen Umweltauflagen. Windparks in Deutschland müssten demnach bis zu 100 Kilometer entfernt von den Küsten gebaut werden. Die Arbeiten seien deshalb besonders aufwendig und die notwendigen Kabelverbindungen sehr teuer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)