30. April 2012 06:54 Uhr
Global betrachtet wirken Windparks dem Klimawandel entgegen - auf lokaler Ebene sieht die Sache nach einer neuen Studie weniger positiv aus. Wie die Autoren im Fachmagazin "Nature Climate Change" berichten, sorgen die Windparks dafür, dass sich die Umwelt dort aufheizt - und zwar statistisch um rund 0,7 Grad Celsius pro Zehn-Jahres-Zeitraum. Deshalb seien sie vergleichbar mit großen Städten und deren "Wärme-Inseln". Diese entstünden allerdings durch den hohen Energieverbrauch.
Die Untersuchung stützt sich auf Satellitenmessungen über mehrere Jahre in Texas. Die Wissenschaftler erklären das Phänomen so: Bekannt sei, dass warme Luft nach oben steige und kühlere Luft sich am Boden sammle. Wo die Turbinen der Windkraftanlagen die Luft aufwirbelten, würden die unterschiedlichen Luftmassen vermischt. Das Resultat sei eine insgesamt wärmere Luft in der Nähe der Anlagen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)