30. April 2012 08:01 Uhr
Ein impulsiver Mensch ist oft auch risikobereiter - und daraus lassen sich Rückschlüsse auf das Risiko von Alkohol- oder Drogenmissbrauch ziehen. So argumentieren amerikanische Forscher der University Vermont nach ihrer Studie mit knapp 1.900 Jugendlichen.
Sie schreiben im Fachmagazin "Nature Neuroscience", eine solche Gefahr lasse sich anhand der Funktion eines bestimmten Hirnbereichs sogar vorhersagen. Wenn Impulskontrolle gefragt sei, zeigten Aufnahmen bei Menschen mit hohem Missbrauchs-Risiko dort eine verminderte Hirnaktivität. Und das stehe in klarem Zusammenhang mit Experimentierfreudigkeit in Bezug auf Alkohol, Zigaretten und illegale Drogen.
Schlüssel-Region im Gehirn ist demnach der Orbifrontale Cortex, ein Teil der Großhirnrinde.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Bei der Aufmerksamkeitsdefizitstörung ADHS sind andere Steuerkreise im Gehirn betroffen. Kennzeichen der Erkrankung ist auch mangelnde Impulskontrolle. Deshalb wird auch sie häufig mit einem Risiko zu Drogenkonsum in Verbindung gebracht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)