30. April 2012 08:54 Uhr

China zensiert offenbar Internetseiten zum Thema Chen Guangcheng

Die Flucht des chinesischen Bürgerrechtlers Chen Guangcheng aus seinem Hausarrest sorgt international für Schlagzeilen - nur in China selbst schweigen sich die Medien zu dem Thema aus. Das berichtet das Nachrichtenportal "The Register". Demnach wird das Thema in den staatlichen Medien überhaupt nicht behandelt. Und im Internet wird offenbar zensiert. Ein Forscher der Universität von Hong Kong zählt einige der Begriffe auf, nach denen nicht mehr gesucht werden kann, darunter "Blinder", "Botschaft", "Konsulat" und natürlich Chens Name. Dies zeige, welche Bedeutung die chinesische Regierung dem Fall beimesse.

Der blinde Anwalt war vor einigen Tagen aus seinem Haus geflohen und soll sich unbestätigten Angaben zufolge in der US-Botschaft in Peking aufhalten. Chen hatte sich immer wieder gegen die Ein-Kind-Politik in China engagiert und Zwangsabtreibungen kritisiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)