30. April 2012 10:58 Uhr
Als Autismus bezeichnet man Entwicklungsstörungen der Nervenzellen, die soziale und sprachliche Verhaltensauffälligkeiten zur Folge haben. Ursache sind der Forschung zufolge Störungen bei den Übergängen zwischen den einzelnen Nervenzellen, den Synapsen. Im Versuch mit Mäusen hat ein Team aus internationalen Wissenschaftlern, darunter auch Forscher aus Ulm, ein Protein ausfindig gemacht, das für die Synapsen wichtig ist. Das Protein (ProSAP1/Shank2) wirke wie ein Gerüst an den Übergängen der Nervenzellen. Als es bei den Mäusen ausgeschaltet worden sei, hätten sie autismusähnliche Züge gezeigt. Die Forscher hoffen, dass diese Erkenntnis helfen kann, Autismus zu behandeln.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)