30. April 2012 12:28 Uhr

Die Walpurgisnacht: Feuer, Bäume, Hexentanz

Heute Nacht wird hierzulande wohl wenig geschlafen. Denn es ist Walpurgisnacht. Und da gibt es allerhand Rituale zu erfüllen und Unfug anzustellen. Während im Harz die Hexen auf dem Blocksberg tanzen, schleichen im Rheinland junge Männer mit verzierten Birkenstämmen zum Haus ihrer Angebeteten und stellen ihr einen Maibaum auf. Es sei denn es ist Schaltjahr. Dann ist das Maibaum-Aufstellen Frauensache. In Ostfriesland, Bayern und Baden-Württemberg hingegen fallen die Maibäume etwas größer aus. Sie werden in der Dorfmitte aufgestellt und bewacht. Denn es gehen die Maibaum-Diebe um. An vielen Orten brennen in der Walpurgisnacht außerdem die Maifeuer, es wird in den Mai getanzt und teilweise ist es üblich, dass Verliebte gemeinsam über die Glut springen. All diese Bräuche gehen zurück auf heidnische Fruchtbarkeitsriten. Unsere Vorfahren wollten so die Wintergeister endültig austreiben und sich eine gute Ernte sichern. Ihren Namen bekam die Walpurgisnacht erst sehr viel später. Am 1. Mai des Jahres 870 wurde die Äbtissin Walpurga heiliggesprochen und gab der Nacht vor diesem Tag ihren Namen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)