30. April 2012 14:27 Uhr

USA: Geburt eines Kindes führt nicht zu gesünderer Ernährung

Die Geburt eines Kindes wäre eigentlich ein guter Anreiz für Eltern, etwas in ihrem Leben zu ändern. Beim Rauchen mag das noch funktionieren, beim Essen klappt es anscheinend nicht. Das geht aus einer Untersuchung US-amerikanischer Ernährungswissenschaftler hervor. Sie griffen auf Daten einer Langzeitstudie zurück, bei der zwischen 1985 und 1993 mehr als 2.500 Amerikaner regelmäßig zu ihren Essgewohnheiten befragt wurden. Bekamen die Probanden ein Kind, änderte sich dadurch der Anteil an gesunden und ungesunden Bestandteilen in ihrer Ernährung nicht. Die Forscher schreiben, Eltern ernährten sich im Durchschnitt sogar ungesünder als Kinderlose. Die Forscher vermuten, dass Kinder vor allem Nahrungsmittel verlangen, die sie aus der Werbung kennen und die seien meist zu süß, zu salzig oder zu fett. Gäben Eltern dem Gequengel nach, müssten sie diese Dinge dann auch essen. Die Wissenschaftler fordern nun eine Langzeitstudie mit aktuelleren Daten. Außerdem müssten Eltern besser über gesunde Ernährung von Kindern informiert werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)