30. April 2012 18:18 Uhr

Yellowstone-Vulkan: Forscher relativieren die "Super-Eruption"

Der Superlativ bleibt - allerdings eine Nummer kleiner. Nach neuen Erkenntnissen von Geologen aus den USA und Schottland ist die berühmte Huckleberry-Ridge-Ablagerung im amerikanischen Yellowstone-Nationalpark nicht durch einen einzigen, sondern zwei Vulkanausbrüche entstanden.

Die Forscher schreiben im Fachmagazin "Quaternary Geochronology", sie hätten das Alter der Gesteinsschichten mithilfe der Zerfallszeiten des radioaktiven Isotops Argon bestimmt. Demnach habe der erste Ausbruch des Vulkans zwölf Prozent weniger Magma in die Luft geschleudert als bisher gedacht. Das seien aber immer noch mehr als 2.000 Kubik-Kilometer Masse - insofern sei die Bezeichnung "Super-Eruption" auch nach aktuellem Stand der Dinge noch angebracht.

Der Vulkanausbruch vor zwei Millionen Jahren im heutigen Yellowstone galt bislang als der viertgrößte überhaupt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)