1. Mai 2012 09:14 Uhr

Pestizid aus der Landwirtschaft schädigt Gehirn Ungeborener

Ein auch in Deutschland genutztes Schädlingsbekämpfungsmittel verursacht bei Ungeborenen offenbar bleibende Hirnschäden.

Das berichten US-amerikanische Forscher im Fachmagazin "PNAS". Demnach reichen als ungiftig geltende Mengen des Mittels Chlorpyrifos aus, um die Entwicklung von Babys im Mutterleib zu beeinträchtigen. Das Pestizid lasse wichtige Bereiche der Großhirnrinde schrumpfen und führe später zu Einbußen in der geistigen Leistung.

Die Wissenschaftler begleiteten für ihre Studie 40 New Yorker Kinder über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Die Kinder waren im Mutterleib verschieden starken Dosen des Insektizids ausgesetzt.

Die Forscher bezeichnen ihre Erkenntnisse als besorgniserregend. Denn Chlorpyrifos wird weltweit in der Landwirtschaft eingesetzt, in Deutschland vor allem im Obst- und Weinanbau. Das Insektizid ist aber auch in frei verkäuflichen Mitteln gegen Schädlinge in Haus und Garten erhältlich.

Bisher gibt es keine Stellungnahme des Bundesverbraucherschutzministerium zu den Studienergebnissen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)