2. Mai 2012 06:40 Uhr

Darwins Evolutionsprinzipien auch auf Mensch der Neuzeit anwendbar

Unterliegt der Mensch der Neuzeit noch der Selektion im Sinne der Evolutionstheorie von Charles Darwin? Mit dieser Frage beschäftigen sich Forscher im Fachmagazin "PNAS". Sie untersuchten finnische Kirchenbücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert, in denen alle Geburts- und Todesfälle sowie Eheschließungen aufgelistet sind.

Die Analyse zeigte nach Angaben der Wissenschaftler, dass manche Menschen es schafften, deutlich mehr Kinder und damit längerfristig mehr Nachkommen zu haben als andere. Es gebe zum Beispiel Fälle, in denen verwitwete Männer ein zweites Mal eine junge Frau heirateten, um die Zahl der Nachkommen zu vergrößern. Die Daten hätten aber auch gezeigt, wer gestorben sei, bevor er selbst Kinder hatte oder wer einfach keinen Partner gefunden hätte.

Nach Meinung der Forscher sind das Vorgänge der Selektion. Das Prinzip der Evolution sei also auch auf den Menschen anwendbar und nicht nur auf die Tier- und Pflanzenwelt. Zumindest in der westlichen Welt seien einige Mechanismen aber heutzutage außer Kraft gesetzt: So würden zum Beispiel fast alle Menschen überleben, bis sie erwachsen seien und könnten damit Kinder bekommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)