2. Mai 2012 07:55 Uhr

Erhard Eppler: Piraten haben keine Zukunft

"So sicher ich mir vor dreißig Jahren war, dass aus den Grünen eine starke Partei wird, so groß sind nun meine Zweifel, dass in zehn Jahren noch jemand über die Piraten spricht." Das schreibt der SPD-Politiker Erhard Eppler in der "Süddeutschen Zeitung". Der 85-jährige frühere Entwicklungshilfeminister erklärt auch, warum: Die Grünen seien verbunden gewesen durch ein damals neues ökologisches Bewusstsein. Sie hätten das gemeinsame Ziel gehabt, die natürlichen Lebensgrundlagen der Gesellschaft zu erhalten.

Der Anlass zur Gründung der Piraten sei dagegen keine politische Jahrhundertaufgabe gewesen. Am Anfang hätten ein paar simple Fragen des Rechts gestanden, die gar nicht von der Politik, sondern von der Justiz zu entscheiden seien. Die Partei könne also was ihre Kernforderungen angehe gar nichts liefern. Und wo es nicht um die Freiheit im Internet gehe, gleiche das "zusammengestoppelte Programm der Piraten eher einem Wunschzettel an den Nikolaus".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)