2. Mai 2012 07:56 Uhr

Soziologin: Gesellschaft wird nicht problematisch, nur weil es viele alte Menschen gibt

Eine Gesellschaft wird problematisch, wenn es viele alte Menschen gibt. Diese häufig diskutierte Annahme will Silke van Dyk nicht unterstützen. Die Soziologin der Universität Jena sagte der "Frankfurter Rundschau", es gebe keinen normalen Bevölkerungsaufbau. Gesellschaften hätten einfach unterschiedliche Altersstrukturen. Darauf müsse man politisch reagieren.

Die Annahme, dass viele alte Menschen problematisch seien, beruhe darauf, dass Alte angeblich nur nehmen, aber nichts geben könnten. Das seien Stereotype, die auf einen Großteil der Menschen gar nicht zuträfen.

Ein Problem sei, dass alte Menschen häufig als homogene Gruppe betrachtet würden, was sie aber nicht seien. Vor einem Krieg der Generationen fürchtet sich van Dyk nicht. Ihrer Meinung nach gibt es keinen Beleg dafür, dass alte Menschen an den Schalthebeln der Macht säßen und die Jungen beherrschten oder ausbeuten wollten. Das sei blanker Populismus.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)