2. Mai 2012 08:53 Uhr

Schwerhörige haben offenbar häufig auch einen schlechten Tastsinn

Wer schlecht hört, hat überdurchschnittlich oft auch einen schlechten Tastsinn. Das haben Forscher des Berliner Max-Delbrück Centrums für Molekulare Medizin herausgefunden. Wie sie imFachmagazin "PLoS Biology" schreiben, haben Hör- und Tastsinn eine gemeinsame genetische Basis. Dass die Tastfähigkeit genetisch bedingt sei, habe man bei der Untersuchung von Zwillingspaaren herausgefunden. Außerdem gebe es eine Verbindung zwischen Hör- und Tastsinn.

Bei einer Untersuchung von jungen Hörbehinderten habe sich gezeigt, dass bei vielen Jugendlichen der Tastsinn nur schwach ausgeprägt war. Besonders diejenigen mit einer bestimmten vererbten Hörschwäche hatten nach Angaben der Forscher auch einen schlechteren Tastsinn.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)