2. Mai 2012 11:38 Uhr
Man stelle sich ein Konzert von Manowar oder Slipknot vor - in Zimmerlautstärke. Ganz so weit gehen die Pläne der schwedischen Behörden zwar nicht. Aber zumindest ein bisschen wollen sie das Lärmniveau bei Pop- und Rockkonzerten verringern. Hintergrund ist nach einem Bericht von "Sveriges Radio" eine Studie, die das Sozialministerium in Auftrag gegeben hat. Deren Autor beruft sich unter anderem auf Tierversuche. Sie hätten ergeben, dass durch lautstarke Konzerte häufig Schäden im Innenohr auftreten - auch wenn das Gehör zunächst weiter normal funktioniere.
Ein Gespräch erreicht etwa 50 bis 60 Dezibel, ein Konzert etwa 100. Das schwedische Ministerium will den Grenzwert möglicherweise auf 97 senken. Konzertveranstalter sehen schon die geringere Änderung kritisch: Sie befürchten, dass manche Bands dann nicht mehr nach Schweden kommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)