2. Mai 2012 12:26 Uhr

Astronomie: Die alten Ägypter wussten schon Bescheid

In diesem Fall kamen die alten Ägypter den Forschern zu Hilfe. Die Astronomen der Universität Finnland waren auf der Suche nach Hinweisen, die ihre These zum Stern Algol untermauern könnten. Der Stern verändert seine Helligkeit. Das liegt laut Astronomen daran, dass er und ein weiterer Stern sich umkreisen und Algol so immer wieder in Teilen verdeckt wird.

Weil die Umlaufbahnen der beiden Himmelskörper so eng beieinander liegen, erwarteten die Forscher, dass die Sterne Materie austauschen. Als Konsequenz müsste sich die Umlaufzeit und damit die Dauer der verschiedenen Helligkeits-Phasen verändern. Das Problem: Die ältesten Aufzeichnungen der Neuzeit reichen nur bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Jetzt fanden die Wissenschaftler Hinweise im "Kalender der glücklichen und unglücklichen Tage" aus Ägypten. Er entstand um 1.200 vor Christus und bewertet die Tage nach astronomischen und mythischen Grundsätzen. In diesem Kalender gibt es Parameter, die mit der Hypothese der Forscher übereinstimmen. Außerdem konnten sie zeigen, dass Algol und seine Helligkeitsschwankungen von den alten Ägyptern mit bloßem Auge hätten gesehen werden können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)