3. Mai 2012 06:31 Uhr

Endstation Schwarzes Loch : Forscher beobachten "Verdauung" eines Sterns

Verschlungen und verdaut - dieses Schicksal teilen Sterne, die einem Schwarzen Loch zu nahe kommen. Astronomen haben ein solches Schauspiel jetzt besonders gut beobachten können, nämlich von Anfang an. Meistens werden Vorgänge dieser Art erst bemerkt, wenn sie schon fortgeschritten sind. Im Fachblatt "Nature" berichten Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, dass sie das plötzliche Ende des Sterns an einem Schwarzen Loch dadurch auch genau datieren konnten. Demnach wurde der Rote Riesenstern im Frühjahr 2010 zerrissen - in einer knapp drei Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie.

Astronomen vermuten, dass sich im Zentrum der meisten Galaxien gigantische Schwarze Löcher befinden. Meist sind sie nicht nachweisbar. Denn solange sie keine Sterne verspeisen, befinden sie sich für die Forscher in einer Art Schlafzustand.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)