3. Mai 2012 08:23 Uhr

Wortschatz: Deshalb spricht man von "blauem Blut"

"Blaues Blut" zu haben ist ein Prädikat des Adels - und der stand schon immer in dem Ruf, sich nicht durch große körperliche Anstrengungen auszuzeichnen, im Gegensatz zur schuftenden Unterschicht. Folglich waren Adelige in Europa stets hellhäutiger als ihre Untergebenen. Der Blick auf den Puls weißer Mitteleuropäer zeigt auch heute bläulich schimmernde Adern.

Der Begriff stammt aus dem Spanien des Mittelalters. Unter der maurischen Herrschaft stammte die Oberschicht von hellhäutigen Westgoten ab. Deren bläulich schimmernde Adern sahen für die Mauren wie mit blauen Blut durchflossen aus.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)