3. Mai 2012 09:24 Uhr

Quastenflosser gab es auch als Raubfisch

Es ist ein Urzeit-Fisch, der aus der Reihe tanzt. Forscher aus Kanada haben das Fossil einer Quastenflosser-Art entdeckt, die ein Jäger gewesen sein soll. Bisher galten die Quastenflosser als träge: wegen ihres bulligen Körperbaus und der paddelartigen Schwanzflossen, die sich wohl kaum für eine Jagd eigneten. Die Quastenflosser tauchten vor mehr als 400 Millionen Jahren auf und verfügten über ein Skelett in Brust- und Bauchflossen. Sie werden deshalb auch Knochenfische genannt.

Ihren Fund beschreiben die Wissenschaftler der Universität von Alberta in einem Fachmagazin ("Journal of Vertebrate Paleontology") dagegen als Mischung aus Hai und Thunfisch. Er hatte demnach eine gegabelte Schwanzflosse, konnte schnell schwimmen und war ein aggressiver Räuber.

Allerdings tauchte der Fisch in der Entwicklungsgeschichte nur kurz auf, die Forscher nennen die Art deshalb eine "Sackgasse der Evolution". Weil er sich aber so von seinen Artgenossen unterschieden hat, tauften seine Entdecker ihn "Rebellatrix".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)