3. Mai 2012 09:51 Uhr
Unter Fachleuten wird über den Einfluss eines Insektengifts auf die Gehirnentwicklung von Kindern diskutiert. Anlass ist eine Langzeitstudie der Columbia Universität, die im Fachblatt "PNAS" online nachzulesen ist. Darin kommen die Forscher zu dem Schluss, dass das Schädlingsbekämpfungsmittel Chlorpyrifos die Gehirnentwicklung stört. Untersucht wurden insgesamt 40 Kinder: Unmittelbar nach deren Geburt wurde die Konzentration von Chlorpyrifos im Blut ermittelt. In den folgenden sechs bis elf Jahren wurde das Gehirn per Scan auf eventuelle Anomalien untersucht. Die Wissenschaftler konnten nach eigenen Angaben ausschließen, dass die beobachteten Veränderungen auf die Wirkung anderer Schadstoffe zurückzuführen sind.
Kritiker halten die Studie für nicht aussagekräftig genug, weil die Zahl der untersuchten Kinder zu klein sei.
Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace nehmen Menschen hierzulande den Stoff hauptsächlich über behandeltes Obst und Gemüse auf.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)