3. Mai 2012 13:23 Uhr

Geldstrafe für Filmausstrahlung von "Persepolis"

Er ist der vermutlich weltweit meistverkaufte Comic über den Iran - "Persepolis". Und auch die Verfilmung kam gut an - zumindest im Westen. In muslimischen Ländern dagegen hat der Film keinen guten Stand - unter anderem, weil in einer Szene ein Abbild von Allah zu sehen ist, und das ist im Islam verboten.

Ein privater Fernsehsender in Tunesien hat den Film trotzdem ausgestrahlt, der Besitzer wurde prompt verklagt. Jetzt hat ihn ein Gericht zu einer Geldstrafe von umgerechnet etwa 1.200 Euro verurteilt - wegen Störung der öffentlichen Ordnung und einem Angriff auf moralische Werte. Damit kam er allerdings noch glimpflich davon: es hätten auch drei Jahre Gefängnis werden können. Radikalislamische Salafisten hatten sogar die Todesstrafe gefordert.

Säkulare sahen in der Kritik an der Ausstrahlung einen Angriff auf die Pressefreiheit, ebenso Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)