3. Mai 2012 14:53 Uhr

Aspirin bei Herzschwäche laut Studie genauso effektiv wie teurere Medikamente

Lieber den Teufel oder den Beelzebub? Das hat sich ein Forscherteam unter der Leitung der Columbia Universität in den USA gefragt - und zwar in Bezug auf Medikamente für Patienten mit Herzschwäche. Weil ihr Herz das Blut nicht mehr so effektiv durch den Körper pumpt, können sich Klumpen bilden. Wenn diese ins Hirn geschwemmt werden, kann das einen Schlaganfall auslösen. Um das zu verhindern, bekommen die Patienten oft einen von zwei Wirkstoffen: Warfarin, der das Blut verdünnt oder ASS in Aspirin, der verhindert, dass es klumpt.

Die Wissenschaftler schreiben im Fachblatt "New England Journal of Medicine" über ihre Studie mit rund 2.300 Herzschwäche-Patienten. Innerhalb von zehn Jahren habe keiner der Wirkstoffe einen Gesamtvorteil. Bei Aspirin sei das Schlaganfallrisiko etwas höher, dafür gebe es bei Warfarin-Patienten häufiger innere Blutungen. Der Erstautor der Studie vermutet daher, viele Ärzte könnten künftig eher das billigere Aspirin verschreiben.

Herzinsuffizienz ist einer der häufigsten Gründe für Krankenhausaufenthalte in Deutschland.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)